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TSV Herrhausen von 1911 e.V.

Die Geschichte des TSV Herrhausen

Im Jahre 1911 fanden sich einige Herrhäuser Bürger in der Gastwirtschaft ,, Zur Traube " ein, um
einen Turnverein
im Sinne des Turnvater Jahn zu gründen.

Mit diesem Hintergrund erhielt der Verein zunächst den Namen ,,Turnverein Jahn Herrhausen".

Bereits im Jahre 1912 war die Mitgliederzahl von 29 ( bei Gründung ), auf 60 Mitglieder angestiegen, die
unter der Leitung des Turnwartes Heinrich Schäfer (dieser kam aus der Nachbargemeinde Münchehof) standen.                                                                                                                                                                                          Geturnt wurde damals vornehmlich am Reck und am Barren.

Da es nach der Gründung noch an Trainingsmaterial fehlte, half der MTV Seesen aus und stellte einen
Holzbarren zur Verfügung. Vom MTV Seesen kam auch eine Zeit lang ein sogenannter Vorturner zu den
Übungsstunden nach Herrhausen.

1912 wurde ein erster Versuch der Gründung einer Fußballabteilung unternommen. Da jedoch kein
geeigneter Platz zur Verfügung stand, fand die Fußballabteilung bereits 1913 wieder ihr vorübergehendes
Ende.

Nach dem 1. Weltkrieg war, wie auch bei vielen anderen Vereinen, eine Neuordnung erforderlich.

1920 wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen und im Jahre 1925 wurde eine Vereinsfahne angeschafft.                             

          

Im Jahre1930 wurde eine Damenriege und eine Kinderabteilung gegründet. 

Bis zum 2. Weltkrieg war der Verein sportlich sehr aktiv.
Nach der kriegsbedingten Unterbrechung wurde der Verein am 08.02.1948 erneut wiederbelebt.

23 Mitglieder trafen sich damals, um die sportliche Arbeit wieder auf zu nehmen.
Da nun auch Fußball gespielt werden sollte, wurde beschlossen, den Verein in

                                 Turn- und Sport- Verein Herrhausen

umzutaufen.                

Die Vereinsfarben sind seitdem ,, schwarz/weiß ".

Während die Turner und Leichtathleten ihre Aktivitäten wieder aufnahmen, hatten die Fußballspieler das
Problem, über keinen Fußballplatz zu verfügen. 

Im April 1948 setzte sich der TSV Herrhausen mit der Gemeinde in Verbindung, um ein geeignetes Gelände
für den Bau eines Sportplatzes zu finden. Dieses wurde schließlich vom Landwirt Adams erworben.

Durch Haussammlungen und Spenden bei, bzw. von den Herrhäuser Bürgern, kamen Beträge von
955,- DM und 565,- DM zusammen. Die Gemeinde steuerte einen Betrag i.H.v. 500,. DM  hinzu. 
Mit begeisterten Herrhäuser Bürgern wurde mit dem Bau des Sportplatzes in Eigenarbeit begonnen.
Im Juni 1948 wurde der erste Rasen eingesät. Um den Platz zu schonen, wurde er bis 1949 nicht betreten.

Die Platzeinweihung fand am 21. August 1949 mit Pokalspielen statt.

Die beiden von Bäckermeister Otto Bockfeld gestifteten Pokale wurden vom VfL Badenhausen und vom
TSV Herrhausen gewonnen.

Ein anschließendes Werbespiel gewann der VfV Seesen gegen Petershütte mit 4:3.
Die Siegerelf erhielt vom Bettenhaus Blauhut & Augustin ein ( ! ) Bett.

Solange der Platz nicht bespielbar war, fanden die Spiele auf Millies Wiese ( hinter der Mühle ) und auf
Fritz Müllers Wiese ( oberhalb des jetzigen Sportplatzes ) statt.

Ab der Saison 1950/51 wurden alle Spiele auf dem neuen Sportplatz ausgetragen.

Nachdem Herrhäuser Spieler aus den Vereinen Münchehof und Seesen zurück kamen, wurde im gleichen
Jahr der Aufstieg in die Kreisklasse geschafft.

Auch in der Saison 1950/51 gewann Herrhausen den Kreismeistertitel vor Seesen und Münchehof
und stieg damit in die damals dritthöchste Fußballklasse ( Bezirksklasse ) auf.

Die Namen der Sportplatzerbauer:

Alwin Paust, Karl Börker, Werner Börker, Werner Müller, Günther Müller, Günter Rauhut, Erhard Fürchtenicht,
Paul Peters, Karl Karl, Otto Karl, Eberhard Junge, Günter Bertram, Heinrich Millies, Horst Kolle,
Heini Drücker, Walter Vibrans, Heinz Wielert, Friedel Beuse, Waldemar Kurde, Georg Fuchs,
Günter Sydekum, Hugo Sydekum, Willy Krüger, Günther Meier, Willi Weber, Herbert Kleinke, Fritz Kleinke,
Günther Kleinke, Otto Rittgerodt und Rudolf Decker.

Der 23. April 1958 steht für einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte  des TSV Herrhausen.

Die Sparte Tischtennis wurde in den Verein eingegliedert.

Wie auch beim Fußball, war der Anfang schwer. Eine Tischtennisplatte erhielt man leihweise vom
Kreisverband Bad Gandersheim. Der Rest wurde in Eigenarbeit hergestellt.

Bereits 1958 konnte man sich als ungeschlagener Herbstmeister feiern lassen.

1971 erhielt der Verein am Sportplatz ein eigenes Sportlerheim, wobei sich der Landkreis mit 15.000 DM
und der Kreissportbund mit 5.000 DM an den Unkosten beteiligte.

1976 wurde die Damengymnastikabteilung gegründet.

Da sich das 1971 erbaute Sportheim als zu klein erwies, wurde es vom Mai bis zum Dezember 1981
ausgebaut und 1982 feierlich eingeweiht.

1984 wurde die Abteilung Mutter- und Kind- Turnen gegründet. (siehe entsprechende Seite)

Als jüngste ,, Kinder " des Vereins wurden schließlich die Sparten Aerobic und Walken ins Leben gerufen.

Der TSV Herrhausen von 1911 e.V. zählt heute rund 300 Mitglieder. Eine ansehnliche Zahl, bedenkt man,
dass die Einwohnerzahl des Dorfes Herrhausen bei rund 850 liegt.

In diesem Jahr wird der TSV Herrhausen mit seinen Mitgliedern, den Herrhäuser Bürgern und den Freunden
des Vereins, sein 100 jähriges Bestehen feiern. Der amtierende Vorstand, sowie der Festausschuss, sind mitten
in den Vorbereitungen, um das Jubiläum für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Highlight werden zu lassen.

Nähere und aktuelle Informationen finden Sie unter der Rubrik "100 Jahre TSV".